DAS ENTSCHEIDERGREMIUM​

Die Jury der diesjährigen Ausschreibung setzt sich aus einem Onkologen, einem Experten für Patientenkommunikation und einer Patientenvertreterin zusammen.

Neutralität

Jedes Jury-Mitglied verpflichtet sich zur neutralen Bewertung der eingereichten Projekte. Die Mitglieder sollten im Regelfall keine persönliche Bindung zu den einreichenden Organisationen haben. Sollte dies der Fall sein, wäre das betreffende Mitglied von dem Stimmrecht ausgeschlossen.

Chairman ohne Stimmrecht ist Patrick Langecker, Patient Relations Manager Ipsen Pharma.

Karin Kastrati

Geschäftsführerin Das Lebenshaus e.V.

„Es gibt so viele tolle Ideen und Projekte für Patienten, die leider oft nicht sichtbar sind. Viele haben nicht die nötigen finanziellen Ressourcen zur Weiterentwicklung oder zum Ausbau ihres Angebotes. Der IPC Award unterstützt und wertschätzt diese Projekte und tut nachhaltig etwas Gutes für die Patienten-Community.

Als Angehörige eines Krebs-Patienten und Patienten-Vertreterin eines gemeinnützigen Vereins erlebe ich jeden Tag, wie wichtig das ‚Reden über Krebs‘ ist. Nur so können Gefühle, Ängste, Trauer und Schmerz verarbeitet und von anderen verstanden werden. Leider kommt das Reden in unserer Gesellschaft oft zu kurz, sei es im Familienkreis oder auch beim Arzt.

Nach den tollen Einreichungen im vergangenen Jahr freue ich mich nun ganz besonders auf die neuen in diesem Jahr.“

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Teufel

Sektionsleiter Hepatologie und Klinische Bioinformatik — UMM Universitätsmedizin Mannheim

„Viele der Unterstützungsangebote für Krebspatienten und ihre Angehörigen werden mit hohem persönlichem Engagement der jeweiligen Projektgruppen umgesetzt. Ihre Initiativen haben einen erheblichen Anteil am Therapieerfolg und an einer besseren Lebensqualität der Betroffenen und ihres sozialen Umfeldes. Als Mitglied der Jury des IPC Awards bin ich stolz darauf, meinen Beitrag zur Förderung und Würdigung dieses Einsatzes leisten zu können.

Für mich als Arzt ermöglicht ‚Reden über Krebs‘ eine patientenzentrierte, bessere Behandlung. Die Gespräche beziehen Familie und Freunde in den Therapieprozess ein. Ängste können aufgefangen und vermindert werden.

Darüber hinaus liegt mir auch die gesellschaftliche Dimension von ‚Reden über Krebs‘ am Herzen. Denn es ist wichtig, die Unsicherheiten im Umgang mit den Patienten und ihren Angehörigen abzubauen und Krebs aus der kommunikativen Tabuzone herauszuholen.“

Stephan Pregizer

Gründer CancerSurvivor und Geschäftsführender Vorstand der Survivors Home Foundation gGmbH

„Ich habe viele mir liebe Menschen aus meinem direkten Umfeld an Krebs verloren: Mutter, Freundin, Schwager, Onkel, enge Freunde, aber auch Kollegen und Geschäftspartner. Der IPC Award unterstützt gemeinnützige Projekte und Initiativen, die Betroffenen und ihren Angehörigen nach dem Schock der Diagnose Mut machen, sich dem Leben wieder anzuvertrauen. ‚Reden über Krebs‘ ist dabei ein entscheidender Faktor.

Mein zutiefst empfundener Respekt gilt allen Menschen, die uns immer wieder zeigen, welche unglaubliche Kraft und unvorstellbare Leistung von einer existenziellen Krise, einem Bruch bzw. einem durch Krankheit bedingten Wendepunkt im Leben ausgehen kann. Speziell den Angehörigen gehört meine Aufmerksamkeit – sie leisten häufig Unvorstellbares und werden nicht bzw. nicht ausreichend genug gesehen und in die Betrachtungen eingeschlossen. Das möchte ich gerne ändern.“

Chairman

Patrick Langecker, Patient Relations Manager Ipsen Pharma

„In meinem Job spreche ich oft direkt mit Patienten und ihren Angehörigen. In den meisten Gesprächen zeigt sich, dass das Leben besser wurde, als die Betroffenen über Krebs geredet haben – mit der Familie, Freunden oder auch mit Kollegen. Das fällt nicht allen leicht, ist aber ein wichtiger Bestandteil, sich mit der neuen Situation, den Sorgen und Ängsten auseinanderzusetzen.

Wenn ich zurückblicke, hat Krebs mich schon mein ganzes Leben stark beeinflusst. Ein Lebenspartner von mir, Mitglieder der eigenen Familie, Freunde und auch Kollegen sind an Krebs erkrankt und leider sind auch viele von ihnen gestorben. Somit war ich immer ein Teil der Betroffenen. Das herausfordernd und zeigt auch oft die persönlichen Grenzen auf. Dabei war es immer wichtig, über das zu sprechen, was einen bewegt. Welche Erwartungen man hat – an sich, die Ärzte aber auch das Umfeld. Mit dem IPC Award wollen wir Initiativen unterstützen, die Betroffenen professionell beim ‚Reden über Krebs‘ helfen können.“